banner.jpg
  • Apotheker Lutz Meinecke
  • Meller Str. 100
  • 49082 Osnabrück
Anmelden | Registrieren
Drucken

Synkope

Synkope,
Ohnmacht:

anfallsartige und kurz dauernde Bewusstlosigkeit als Folge einer vorübergehenden Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Glukose.

Ursache: Die vasovagale Synkope (Vasovagalsyndrom) wird häufig durch Schreck, Angst oder Hysterie hervorgerufen und durch ein Ungleichgewicht im autonomen Nervensystem ausgelöst. Die orthostatische Synkope ist der vasovagalen sehr ähnlich. Sie kommt vor bei Personen mit niedrigem Blutdruck nach längerem Stehen oder schnellem Aufstehen, wenn das Blut in den Beinen versackt. Häufige Vorboten sind Übelkeit, Schwäche- oder Kältegefühl, Sehstörungen oder Schwindel. Beide Formen sind häufig und meist harmlos; der Kreislauf normalisiert sich innerhalb von Sekunden wieder. Sonderformen der überschießenden Reaktion des parasympathischen Nervensystems treten beim Urinieren (Miktionssynkope), Lachen (Lachsynkope), Husten (Hustensynkope) oder beim Einsatz der Bauchpresse auf.

Synkopen können aber auch Zeichen ernst zu nehmender Erkrankungen sein, z. B. Herzerkrankungen (kardiale Synkopen) wie Herzrhythmusstörungen (Adams-Stokes-Anfall), Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Herzfehler. Durchblutungsstörungen im Gehirn führen zu zerebrovaskulären Synkopen, z. B. im Rahmen transitorischer ischämischer Attacken (TIA), die Vorboten eines Schlaganfalls sein können. Neurologische oder zerebrale Synkopen treten z. B. bei Epilepsie (zerebraler Krampfanfall) auf. Auch Stoffwechselstörungen wie z. B. eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) können zu einer Synkope führen.

Befund: Unabhängig von der Häufigkeit ihres Auftretens muss jede Synkope diagnostisch abgeklärt werden.

Behandlung: Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Medikamentös können sympathikusbeeinflussende Mittel eingesetzt werden. Im Fall einer Synkope ist der Ohnmächtige sofort flach hinzulegen und die Beine erhöht zu lagern, sodass das Gehirn wieder besser durchblutet wird. Erwacht er dadurch nicht von selbst, muss ein Arzt gerufen werden. Kurzzeitige Bewusstseinsverluste können Anzeichen für Erkrankungen sein, z. B. einem drohenden Schlaganfall, und sollten immer ernst genommen werden.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 13.09.2011

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren »

Medíkamente

 Wechselwirkungs-Check

Alle Krankheiten von A bis Z

Leicht verständliche Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie von über 700 Krankheiten – alphabetisch sortiert von A wie Allergie bis Z wie Zahnfleischentzündung  »

Experten-Sprechstunde

Kompaktes Expertenwissen in über 1000 Fragen und Antworten: Unsere aktuelle Rubrik "Experten-Sprechstunde" bietet Informationen aus erster Hand zu den Gesundheitsproblemen unserer Zeit »

Symptome

Suchen Sie hier nach Symptomen und ihren Ursachen alphabetisch von A bis Z. Beachten Sie bitte auch den Hinweis rechts »

Laborwerte

Von CRP über TSH bis PSA – hier können Sie nachlesen, was häufige Abkürzungen und Fremdwörter in Ihrem Laborbericht bedeuten »

Diagnose-Vefahren

EKG, CT, MRT: Was verbirgt sich hinter solchen Kürzeln? medizinische Untersuchungen einfach erklärt – von Röntgen bis Herzkatheter »

Therapien von A bis Z

Von Chemotherapie über Logopädie bis Akupunktur: Wichtige Behandlungsverfahren im Überblick »

Laborwerte

Von CRP über TSH bis PSA – hier können Sie nachlesen, was häufige Abkürzungen und Fremdwörter in Ihrem Laborbericht bedeuten »

Das Heilpflanzen-Lexikon

Hier finden Sie einen Überblick über wichtige Arzneipflanzen von A bis Z »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung