Stauung des Wochenflusses (Lochien) in der Gebärmutter, die meist am 5.–7. Tag nach der Geburt auftritt.
Ursache: Blutgerinnsel oder Eihautreste können eine Verstopfung hervorrufen, eine unzureichende Aufdehnung bei einem Kaiserschnitt verengt den Gebärmutterhals. Dadurch kann der Wochenfluss nicht mehr ausreichend abfließen. Gefahren einer Lochialstauung sind Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut oder in seltenen Fällen eine Blutvergiftung (Kindbettfieber).
Befund: Der Wochenfluss lässt nach oder hört plötzlich ganz auf. Die Betroffene hat meist Fieber (39–40 °C), die Gebärmutter ist vergrößert und schmerzt. Die Lochialstauung kann mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.
Behandlung: Die Wöchnerin erhält Mittel, die die Gebärmutter zum Zusammenziehen und damit zur Ausscheidung des Wochenflusses anregen. Eventuell muss der Muttermund aufgeweitet werden. Ausreichende Bewegung durch frühes Aufstehen und Rückbildungsgymnastik können einer Lochialstauung vorbeugen. Wichtig ist es, auf eine regelmäßige Entleerung von Blase und Darm zu achten, da ein voller Mastdarm die Nachwehen beeinträchtigen kann.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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