Schnelle Sprints, abrupte Stopps: Sportarten wie Tennis verlangen nicht nur Ausdauer, sondern auch belastbare Achillessehnen
Was sind Achillessehnen-Verletzungen?
Die Achillessehne (Tendo calcaneus) ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet den Fersenknochen – das so genannte Fersenbein – mit der Wadenmuskulatur. Die Sehne ermöglicht es uns zum Beispiel, auf den Zehenspitzen zu stehen und uns beim Laufen und beim Springen abzustoßen.
Die häufigsten Achillessehnen-Verletzungen sind Reizungen und Entzündungen im Bereich kleiner Verschleiß-Defekte bis hin zu kompletten Rissen (medizinisch: Achillessehnenruptur).
Die Achillessehne geht an ihrem oberen Ende in den dreiteiligen Wadenmuskel über. Mit dem unteren Ende ist sie am Fersenbein befestigt (Ansatzstellen jeweils im Detail vergrößert)
Ein Riss entsteht selten durch Gewalteinwirkung von außen. Viel häufiger liegt die Ursache in einer chronischen, starken Überbelastung, beispielsweise beim Sport oder bei harter körperlicher Arbeit. Unterschieden werden die teilweise und die folgenschwerere komplette Ruptur der Achillessehne. Kompletter Riss bedeutet, dass die Sehne vollständig durchtrennt ist.
Nach einem Achillessehnenriss ist das betroffene obere Sprunggelenk nur noch sehr eingeschränkt funktionstüchtig. Wenn überhaupt, ist es nur unter starken Schmerzen möglich, den Fuß aufzusetzen und zu belasten. Es gelingt nicht mehr, auf den Zehenspitzen zu stehen.
Eine gesunde Sehne reißt fast nie. Meistens ist das Sehnengewebe bereits vorgeschädigt: durch eine anhaltende Reizung oder Entzündung durch Mikrotraumen (Kleinstrisse), welche die Widerstandsfähigkeit des Sehnengewebes herabgesetzt haben. Das kann sich im Vorfeld des Risses durch wiederkehrende Schmerzen (eine Achillodynie) bemerkbar machen.
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13.09.2005, aktualisiert am 06.06.2011
Bildnachweis: W&B/Jörg Kühn/Uwe Richter, PhotoDisc/RYF
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